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Ratgeber

Föhn im Ausland: Spannung und Reisemodus

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Diese Seite ist für alle, die mit Föhn, Warmluftbürste oder Multistyler verreisen. Sie erfahren, welche Spannung in welchen Regionen üblich ist, was die Angaben auf dem Typenschild bedeuten, wie sich umschaltbare Geräte und Geräte mit Universalspannung unterscheiden und warum ein einfacher Steckeradapter nicht reicht. Außerdem erklären wir, wann ein Spannungswandler sinnvoll ist und wann Sie besser auf den Hotelföhn zurückgreifen.

Spannung weltweit: 230 Volt und 110 Volt

In Europa ist eine Netzspannung von 230 Volt bei 50 Hertz Standard. In Nordamerika liegt sie bei etwa 120 Volt mit 60 Hertz, in Japan bei 100 Volt. Viele weitere Länder nutzen eine der beiden Gruppen. Umgangssprachlich spricht man meist von 230 und 110 Volt.

Zusätzlich unterscheiden sich die Steckdosen. In Großbritannien zum Beispiel liegen zwar ebenfalls rund 230 Volt an, aber die Steckerform ist anders. Dort reicht ein Steckeradapter. In den USA dagegen brauchen Sie neben dem Adapter auch ein Gerät, das mit der niedrigeren Spannung arbeiten kann.

Hinweis:Die genaue Spannung und Steckerform Ihres Reiseziels prüfen Sie vor der Abreise, etwa in Reiseführern oder bei Ihrer Unterkunft.

Was das Typenschild verrät

Auf jedem Föhn steht auf dem Typenschild oder in der Anleitung, für welche Spannung er gebaut ist. Dort finden Sie meist eine von drei Angaben.

  • Nur eine Spannung, etwa 220 bis 240 V: Das Gerät ist nur für europäische Netze gedacht.
  • Zwei Spannungen mit Schalter, etwa 110/230 V: Das Gerät hat einen Spannungsumschalter, den Sie vor dem Einstecken richtig einstellen müssen.
  • Ein Spannungsbereich, etwa 100 bis 240 V: Das Gerät passt sich automatisch an, ein Umschalten ist nicht nötig.

Warum ein Adapter allein nicht reicht

Ein Reisestecker-Adapter verbindet nur unterschiedliche Steckerformen. Die Spannung bleibt dieselbe. Stecken Sie einen 230-Volt-Föhn in den USA über einen Adapter ein, bekommt er nur etwa die Hälfte der Spannung. Das Heizelement liefert dann nur einen Bruchteil seiner Leistung, der Motor läuft langsam oder gar nicht. Schaden nimmt das Gerät dabei meist nicht, es ist aber kaum zu gebrauchen.

Umgekehrt ist es gefährlich: Ein Föhn, der nur für 110 Volt gebaut ist, bekommt an einer europäischen Steckdose die doppelte Spannung. Das kann das Gerät sofort zerstören und überhitzen. Wer einen Föhn aus den USA mitbringt, sollte ihn in Europa deshalb nur nutzen, wenn das Typenschild 230 Volt ausdrücklich erlaubt.

Hinweis:Ein 110-Volt-Gerät nie an 230 Volt betreiben. Bei Brandgeruch, Funken oder ungewöhnlicher Hitze sofort den Stecker ziehen. Im Bad nur Steckdosen nutzen, die für den Betrieb dort vorgesehen sind.

Umschaltbare Föhne und Universalspannung

Reiseföhne haben oft einen kleinen Schalter für 110 und 230 Volt. Er sitzt meist am Griff und lässt sich mit einer Münze drehen, damit er nicht versehentlich verstellt wird. Stellen Sie ihn vor dem Einstecken immer auf die Spannung des Landes ein und nach der Rückkehr wieder zurück.

Bequemer sind Geräte mit Universalspannung, die sich automatisch anpassen. Der Dyson Supersonic Travel arbeitet laut Dyson mit 100 bis 240 Volt ohne Umschalten und ist kompatibel mit den Aufsätzen von Supersonic und Supersonic Nural. Auch für den ghd helios nennt die Produktbeschreibung Universalspannung. Bei anderen Geräten, etwa den normalen Supersonic Modellen oder vielen Multistylern, ist nur eine europäische Spannung angegeben. Prüfen Sie immer das Typenschild Ihres Exemplars, denn Angaben können je nach Verkaufsland abweichen.

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Spannungswandler: wann sinnvoll?

Ein Spannungswandler wandelt 110 in 230 Volt um oder umgekehrt. Für kleine Geräte wie Ladegeräte ist das kein Problem. Ein Föhn nimmt aber oft weit über 1.000 Watt auf. Ein Wandler für diese Leistung ist groß, schwer und muss für die volle Wattzahl des Föhns ausgelegt sein, sonst überhitzt er. Für Reisen ist das selten praktisch.

In vielen Hotels hängt ohnehin ein Föhn im Bad. Wer nicht auf sein eigenes Gerät verzichten möchte, fährt mit einem umschaltbaren oder universellen Reiseföhn meist besser als mit einem Wandler. Wie viel Leistung Ihr Föhn hat und was das bedeutet, erklärt Wie viel Watt hat ein Föhn?.

Warmluftbürste und Multistyler auf Reisen

Für Warmluftbürsten und Multistyler gelten dieselben Regeln. Geräte mit 110/230-Volt-Umschaltung sind bei Warmluftbürsten seltener als bei Reiseföhnen, deshalb lohnt sich ein genauer Blick ins Datenblatt. Viele Multistyler wie Dyson Airwrap oder Shark FlexStyle sind laut Produktangaben für 230 oder 240 Volt ausgelegt.

Wer häufig in Länder mit 110 Volt reist, wählt am besten ein eigenes, kleines Reisegerät. Kompakte, leichte Föhne finden Sie unter Die besten Haartrockner, Bürsten unter Die besten Warmluftbürsten. Für kurze Reisen innerhalb Europas können Sie Ihr gewohntes Gerät einfach mitnehmen.

Häufige Fragen

Kann ich meinen Föhn in den USA benutzen? Nur wenn er für 110 bis 120 Volt geeignet ist, also einen Umschalter oder Universalspannung hat. Ein reiner 230-Volt-Föhn läuft dort mit einem Adapter nur sehr schwach.

Gibt es Warmluftbürsten, die auf 110 Volt umschaltbar sind? Ja, einige Reisemodelle haben einen Umschalter. Bei den meisten großen Multistylern ist laut Produktangaben nur eine europäische Spannung angegeben. Prüfen Sie das Typenschild.

Ist der Dyson Supersonic für Reisen geeignet? Der Supersonic Travel ist laut Dyson für 100 bis 240 Volt ausgelegt und dafür gebaut. Bei den anderen Supersonic Modellen sollten Sie die Spannungsangabe Ihres Geräts prüfen.

Reicht ein Reiseadapter für Großbritannien? Ja, dort liegen ebenfalls rund 230 Volt an. Sie brauchen nur einen Adapter für die andere Steckerform.

Was Sie dafür brauchen