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Hund föhnen: worauf Sie beim Haartrockner achten sollten
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Kurz gesagt
Einen Hund können Sie mit einem normalen Haartrockner föhnen, wenn Sie die niedrigste Hitzestufe oder Kaltluft wählen, ausreichend Abstand halten und den Föhn ständig bewegen. Hundehaut ist empfindlich, und Hunde hören deutlich besser als Menschen, deshalb sind leise Geräte und eine behutsame Gewöhnung wichtig. Für große Hunde mit dichter Unterwolle sind spezielle Hundetrockner oft praktischer.
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Nach dem Baden, nach einem Regenspaziergang oder im Winter möchten viele ihren Hund schnell trocken bekommen. Der eigene Föhn liegt nahe, doch Hunde reagieren anders auf Hitze und Lärm als Menschen. Dieser Beitrag erklärt, wie Sie Ihren Hund sicher föhnen, welche Einstellungen sinnvoll sind, wie Sie ihn an das Gerät gewöhnen und wann ein spezieller Hundetrockner besser passt. Bei Hautproblemen, Wunden oder sehr ängstlichen Tieren fragen Sie bitte Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.
Warum Hunde anders gefönt werden müssen
Hundehaut ist dünner als menschliche Kopfhaut und kann Hitze nicht über Schweiß abgeben. Ein Föhn auf hoher Stufe, der bei uns angenehm warm wirkt, kann auf Hundehaut zu heiß werden, besonders an Stellen mit wenig Fell wie Bauch, Ohren und Achseln. Dazu kommt, dass das Fell die Hitze verteilt und Sie nicht sofort spüren, wie warm die Haut darunter ist.
Hunde hören zudem deutlich besser als Menschen, auch höhere Frequenzen. Das Pfeifen mancher Hochgeschwindigkeitsföhne oder das Brummen eines lauten Geräts kann sie stressen. Ruhe, Geduld und ein Gerät mit niedriger Stufe sind deshalb wichtiger als maximale Leistung.
So föhnen Sie Ihren Hund Schritt für Schritt
Planen Sie mehr Zeit ein als für das eigene Haar und lassen Sie den Hund jederzeit eine Pause machen.
- 1
Fell gründlich mit einem saugfähigen Handtuch abtrocknen, durch Drücken statt Rubbeln.
- 2
Föhn auf die niedrigste Hitzestufe oder Kaltluft und eine niedrige Gebläsestufe stellen.
- 3
Föhn zunächst in einiger Entfernung einschalten, damit der Hund das Geräusch kennenlernt.
- 4
Mit dem Rücken beginnen, nicht mit Kopf oder Gesicht, und mindestens eine Handbreit Abstand halten.
- 5
Föhn ständig bewegen und mit der freien Hand die Wärme auf der Haut prüfen.
- 6
Fell beim Trocknen in Wuchsrichtung bürsten, bei langem Fell gegen Verfilzungen.
- 7
Kopf und Ohren nur mit kühler Luft und sehr vorsichtig oder gar nicht föhnen.
Hinweis:Richten Sie den Luftstrom nie in Augen, Ohren oder Nase des Hundes und lassen Sie ihn mit eingeschaltetem Föhn nie unbeaufsichtigt. Bei Anzeichen von Stress oder Hautrötung brechen Sie ab.
Gewöhnung an den Föhn
Viele Hunde haben anfangs Angst vor dem Föhn. Gewöhnen Sie sie in kleinen Schritten daran, am besten an Tagen, an denen der Hund nicht nass ist. Lassen Sie den Föhn ausgeschaltet liegen und belohnen Sie ruhiges Verhalten. Schalten Sie ihn dann in einem anderen Raum kurz ein, später im selben Raum, und erst danach in der Nähe des Hundes.
Belohnen Sie jede ruhige Reaktion und beenden Sie die Übung, bevor der Hund unruhig wird. Erst wenn er das Geräusch gelassen hinnimmt, richten Sie den Luftstrom kurz auf Rücken oder Flanke. Leise Föhne erleichtern diese Gewöhnung, Modelle mit niedriger Lautstärke stellt der Ratgeber Leiser Haartrockner vor.
Fell und Felltypen
Kurzes, glattes Fell trocknet meist schnell mit Handtuch und etwas Kaltluft. Bei Rassen mit dichter Unterwolle wie Schäferhund, Husky oder Golden Retriever bleibt die Feuchtigkeit lange nah an der Haut. Hier ist gründliches Trocknen wichtig, weil feuchte Unterwolle Hautprobleme begünstigen kann. Gleichzeitig dauert es mit einem normalen Föhn sehr lange.
Langes oder lockiges Fell, etwa bei Pudeln oder Doodles, verfilzt leicht, wenn es ungekämmt trocknet. Bürsten Sie hier während des Föhnens Partie für Partie. Ein Diffusor kann den Luftstrom sanfter verteilen, wie er funktioniert, erklärt Locken mit Diffusor föhnen.
| Felltyp | Vorgehen | Föhn sinnvoll? |
|---|---|---|
| Kurz, glatt | Handtuch, kurz Kaltluft | selten nötig |
| Mittellang | Handtuch, niedrige Stufe, bürsten | ja |
| Dichte Unterwolle | gründlich trocknen, viel Luft | ja, Hundetrockner oft praktischer |
| Lang oder lockig | partienweise föhnen und bürsten | ja |
Normaler Föhn oder Hundetrockner
Für kleine und mittelgroße Hunde mit kurzem oder mittellangem Fell reicht ein normaler Haartrockner mit niedriger Hitzestufe und Kaltluft. Hochgeschwindigkeitsföhne mit niedrigen Temperaturen sind hier angenehm, solange sie nicht zu laut sind. Hinweise zur Hitze finden Sie in Wie heiß wird ein Föhn.
Spezielle Hundetrockner, oft Blaster genannt, arbeiten mit sehr viel Luft und wenig Hitze. Sie blasen Wasser regelrecht aus dichtem Fell und sind für große Hunde und Hundesalons gedacht. Sie sind allerdings laut und nicht für das Föhnen menschlicher Haare ausgelegt. Wer beides mit einem Gerät erledigen möchte, wählt einen leisen Föhn mit Kaltstufe aus dem Ratgeber Die besten Haartrockner.
Hygiene nach dem Föhnen
Hundehaare landen beim Föhnen im Lufteinlass. Reinigen Sie den Filter danach gründlich, sonst sinkt der Luftstrom und der Föhn läuft heißer. Bei Geräten mit abnehmbarem Filter geht das schnell, die Schritte stehen in Föhn reinigen. Wer häufig Hund und Haare mit demselben Föhn trocknet, sollte ein Modell mit gut zugänglichem Filter wählen.
Häufige Fragen
Darf ich meinen Hund mit dem normalen Föhn trocknen? Ja, auf niedriger Stufe, mit Abstand und ständiger Bewegung. Bei Hautproblemen klären Sie das vorher mit der Tierarztpraxis.
Wie heiß darf der Föhn für einen Hund sein? So kühl wie möglich. Prüfen Sie die Temperatur mit der Hand auf der Haut des Hundes, sie sollte sich höchstens lauwarm anfühlen.
Mein Hund hat Angst vor dem Föhn, was tun? Gewöhnen Sie ihn in kleinen Schritten an das Geräusch, belohnen Sie Ruhe und brechen Sie ab, bevor er gestresst ist.
Muss ein Hund nach dem Baden geföhnt werden? Nicht immer. Bei kurzem Fell und warmem Wetter reicht oft ein Handtuch. Bei dichter Unterwolle und Kälte ist gründliches Trocknen sinnvoll.
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