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Anleitung

Kurze Haare föhnen: Schritt für Schritt zu Form und Volumen

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Kurzes Haar trocknet schnell, aber gerade deshalb entscheidet der Föhn in wenigen Minuten, ob die Frisur Stand hat oder platt am Kopf liegt. Wirbel, Pony und Nacken brauchen dabei mehr Aufmerksamkeit als bei langem Haar. Diese Anleitung erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Pixie, Kurzhaarschnitt und Bob föhnen, welche Aufsätze und Bürstengrößen helfen und welche typischen Fehler Sie vermeiden. Sie gilt für normale Föhne ebenso wie für leichte Hochgeschwindigkeitsföhne.

Die richtige Ausgangslage

Beginnen Sie mit handtuchtrockenem Haar. Drücken Sie das Wasser mit dem Handtuch aus, statt kräftig zu rubbeln, das raut die Haaroberfläche weniger auf. Ein leichter Hitzeschutz oder ein Föhnspray für Volumen kann jetzt in den Ansatz. Kämmen Sie das Haar grob in die Richtung, in die es später fallen soll.

Bei kurzem Haar arbeiten Sie meist ohne Abteilen, bei einem Bob lohnt es sich, das Deckhaar oben mit einer Klammer festzustecken und unten am Nacken anzufangen.

Schritt für Schritt zur Föhnfrisur

Die folgende Reihenfolge funktioniert für die meisten Kurzhaarschnitte. Passen Sie die Richtung an Ihren Schnitt an, bei einem seitlichen Scheitel etwa föhnen Sie den Ansatz zuerst zur Gegenseite.

  1. 1

    Stylingdüse aufsetzen, mittlere Hitze und mittlere bis hohe Gebläsestufe wählen.

  2. 2

    Ansatz am Oberkopf mit den Fingern anheben und gegen die spätere Fallrichtung trocken föhnen.

  3. 3

    Wirbel am Hinterkopf kurz in alle Richtungen föhnen, dann in die gewünschte Richtung legen.

  4. 4

    Seiten und Nacken flach am Kopf entlang föhnen, Luftstrom von oben nach unten führen.

  5. 5

    Pony und Deckhaar mit einer kleinen Rundbürste über die Bürste föhnen, am Ansatz kurz halten.

  6. 6

    Mit der Kaltstufe jede Partie einige Sekunden fixieren.

  7. 7

    Finish mit wenig Paste oder Wachs in den Fingerspitzen, nur in die Spitzen.

Düse, Bürste und Gerät

Eine schmale Stylingdüse bündelt den Luftstrom und ist bei Kurzhaar wichtiger als hohe Leistung. Ein Diffusor lohnt sich nur bei kurzen Locken. Bei der Rundbürste gilt: Je kürzer das Haar, desto kleiner der Durchmesser, damit das Haar überhaupt einmal um die Bürste reicht. Details stehen in Rundbürste Größe wählen.

Weil kurzes Haar schnell trocken ist, sind leichte Föhne angenehm, die sich präzise führen lassen. Wer lieber eine Hand frei hat, greift zur Warmluftbürste. Passende Geräte für kürzere Längen stellt der Ratgeber Warmluftbürste für kurzes Haar vor, normale Föhne finden Sie unter Die besten Haartrockner.

Warmluftbürsten für kurzes Haar →

Typische Fehler bei Kurzhaar

Die meisten Probleme entstehen durch die falsche Richtung oder zu viel Hitze am Ende. Kurzes Haar ist nach wenigen Minuten trocken, und wer dann weiter heiß föhnt, trocknet vor allem die Spitzen aus.

  • Ansatz in Fallrichtung föhnen: Das Haar liegt dann flach am Kopf.
  • Zu große Rundbürste: Das Haar greift nicht und bekommt keinen Schwung.
  • Ohne Düse föhnen: Die Luft verwirbelt das Haar, Frizz entsteht.
  • Dauerhaft höchste Hitze: Bei Kurzhaar unnötig, die mittlere Stufe reicht.
  • Kaltstufe vergessen: Die Form fällt schneller zusammen.

Sonderfälle: Pony, Locken und feines Haar

Einen Pony föhnen Sie direkt nach dem Waschen zuerst, bevor er an der Luft in eine ungewollte Richtung trocknet. Föhnen Sie ihn von links nach rechts und zurück, dann von oben nach unten über eine kleine Rundbürste. So verschwinden kleine Wirbel am Haaransatz.

Kurze Locken trocknen Sie lieber mit Diffusor und wenig Bewegung, wie in Locken mit Diffusor föhnen beschrieben. Bei feinem, kurzem Haar helfen niedrige Temperaturen und gezieltes Anheben am Ansatz, mehr dazu unter Feines Haar föhnen. Wenn Sie insgesamt mehr Stand wollen, lesen Sie auch Volumen föhnen.

Föhnen am Morgen: schneller Auffrischen statt neu waschen

Kurzes Haar liegt nach dem Schlafen oft schief, besonders am Hinterkopf. Sie müssen es dafür nicht komplett waschen. Feuchten Sie nur die betroffenen Partien mit etwas Wasser aus einer Sprühflasche an, bis der Ansatz richtig nass ist. Erst dann lässt sich die Richtung des Haars wieder verändern, denn die Form wird beim Trocknen festgelegt.

Föhnen Sie die angefeuchteten Stellen dann wie oben beschrieben: zuerst gegen die Fallrichtung, dann in Form, zum Schluss mit der Kaltstufe. Das dauert meist nur wenige Minuten. Ein leichter Föhn mit schmaler Düse ist dafür ideal, weil Sie gezielt nur einzelne Bereiche bearbeiten. Ein kleiner Reiseföhn kann diese Aufgabe ebenfalls übernehmen, wenn Sie wenig Platz im Bad haben.

Wer morgens wenig Zeit hat, föhnt abends nach dem Waschen gründlich und frischt morgens nur den Ansatz auf. So bleibt die Grundform erhalten und Sie sparen Hitze für die Spitzen.

Häufige Fragen

Welcher Föhn ist für kurze Haare am besten? Ein leichter Föhn mit schmaler Stylingdüse und mehreren Hitzestufen. Hohe Wattzahlen sind bei Kurzhaar weniger wichtig als gute Kontrolle.

Soll ich kurze Haare an der Luft trocknen lassen? Das geht, aber Ansatz und Wirbel fallen dann so, wie sie wachsen. Wer eine bestimmte Form möchte, föhnt zumindest den Ansatz.

Wie bekomme ich am Hinterkopf Volumen? Föhnen Sie den Ansatz am Hinterkopf mit gesenktem Kopf oder mit einer kleinen Rundbürste nach oben und fixieren Sie ihn mit der Kaltstufe.

Eignet sich ein Multistyler für kurzes Haar? Mit kleinen Aufsätzen ja. Für sehr kurzes Haar unter Kinnlänge ist ein Föhn mit Düse oft einfacher.

Was Sie dafür brauchen